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FAQs zu den Sportboothäfen
 

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

 

Allgemeine Kontaktvermeidungsregeln: Zurzeit darf sich maximal ein Haushalt oder ein Haushalt und eine weitere Person oder maximal 5 Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen oder privaten Raum treffen. Außerhalb von geschlossenen Räumen dürfen sich bis zu 10 Personen treffen.

Die Kreise bzw. kreisfreien Städte können zeitlich befristet abweichende Regelungen erlassen (insbesondere, wenn dort der Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen überschritten wird). Dort dürfen sich Personen eines gemeinsamen Haushaltes nur mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren der jeweiligen Haushalte zählen dabei nicht mit. Für Treffen von Personen eines gemeinsamen Haushaltes gibt es keine Obergrenze.

 

Allgemeine Abstandsregeln: Zwischen dem Haushalt und der weiteren Person oder den 5 Personen aus zwei Haushalten muss kein Abstand eingehalten werden. Gleichwohl sollte aus Infektionsschutzgründen, soweit wie möglich, ein Abstand von mindestens 1,5 m zu anderen Personen eingehalten werden.

Strom und Wasser dürfen zugänglich sein. Sanitäre Anlagen sind allerdings bis auf die Toiletten geschlossen. Ab dem 17.5. dürfen Sanitäranlagen geöffnet werden, soweit ein Hygienekonzept vorliegt.

Grundsätzlich gelten überall die allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln. Ausnahmen gibt es für das Slippen und Kranen, damit Boote zu Wasser gelassen werden können. Dafür sind die Kontaktvermeidungsregeln aufgehoben, wenn ein entsprechendes Hygienekonzept vorliegt. Die o. g. Abstandsregeln gelten in jedem Fall. Eine Vermischung der Gruppen ist zu vermeiden.

 

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Es darf auf eigenen Sportbooten auf dem eigenen Saisonliegeplatz unter Beachtung der o. g. Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden.

Ab dem 17.5. darf auch wieder in fremden Häfen übernachtet werden. Voraussetzung hierfür ist, dass vor Törnbeginn ein Test in einem Testzentrum mit einem negativen Ergebnis gemacht wurde. Dieses Ergebnis ist mitzuführen und dem Hafenbetreiber vorzulegen. Spätestens 72 Stunden nach dem ersten Test muss ein weiterer Test in einem Testzentrum vorgenommen werden. Soll innerhalb dieser 72 Stunden der Hafen gewechselt werden, muss vor dem Anlaufen des nächsten Hafens zum Übernachten ein neuer Test in einem Testzentrum durchgeführt werden. Generell sollte das „Hafen-Hopping“ wegen der damit verbundenen Kontakte vermieden werden.

 

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja.  Bei Einrichtungen mit Publikumsverkehr muss der Betreiber die Hygienestandards nach § 3 der Corona-Bekämpfungsverordnung einhalten. Daher kann der Zugang beschränkt werden.

 

Dürfen Sportboote wieder zu kommerziellen Zwecken oder für Veranstaltungen vermietet werden?

Ab dem 17.5. dürfen Freizeit-Charterfahrten mit bis zu 10 Personen unternommen werden, soweit die Aktivitäten an Deck und nicht unter Deck stattfinden.  Unter Deck dürfen sich nur ein Haushalt, oder ein Haushalt zuzüglich einer weiteren Person oder insgesamt 5 Personen aus zwei Haushalten aufhalten. Nur dieser Personenkreis darf an Bord übernachten, und dann in nach Haushalten getrennt vergebenen Kabinen. Vor Fahrtantritt ist ein negatives Testergebnis aus einem Testzentrum vorzulegen. Siehe auch: Darf man in Sportboothäfen übernachten?

 

Dürfen auf Sportbooten Prüfungsfahrten oder Ausbildungsfahrten durchgeführt werden?

Bis einschließlich 16.5. sind Veranstaltungen und damit auch Ausbildungsfahrten untersagt. Ab dem 17.5. gelten für Ausbildungsfahrten die Vorschriften für Veranstaltungen entsprechend, d.h. der Veranstalter muss ein Hygienekonzept erstellen und es gilt Maskenzwang. Erlaubt ist die Ausbildung allerdings nur außerhalb geschlossener Räume. Unter Deck dürfen sich nur ein Haushalt, oder ein Haushalt zuzüglich einer weiteren Person oder insgesamt 5 Personen aus zwei Haushalten aufhalten. Auch nur dieser Personenkreis darf an Bord übernachten Soweit lediglich Prüfungsfahrten durchgeführt werden sollen, sind diese gestattet.

 

Was gilt, wenn ich mein privates Boot ins Wasser bringen möchte?

Um das Zuwasserlassen von Booten ohne Einschaltung eines Gewerbebetriebes zu ermöglichen, dürfen daran ausnahmsweise mehr als die Angehörigen des eigenen Haushaltes sowie einer weiteren Person beteiligt werden. Umfasst ist das Slippen und Kranen sowie der erforderliche Transport vom Winterlagerplatz zum Kran/Sliprampe; für weitere Bootsarbeiten an Land gelten dagegen die allgemeinen Vorschriften (maximal ein Haushalt plus eine Person). Es ist zudem vom Veranstalter ein Hygienekonzept zu erstellen. Wer Veranstalterin oder Veranstalter ist, richtet sich danach, wer jeweils Ort, Zeit und Zweck der Veranstaltung bestimmt. Das können etwa Segelvereine sein, die ihre Mitglieder zu einer gemeinsamen Aktion aufrufen und dabei ggf. sogar einen Kranführer stellen, oder private Bootseigner oder Bootseignerinnen, die in eigener Verantwortung ihre Boote zu Wasser bringen. Denkbar ist auch, dass ein kommunaler Hafen oder ein gewerbliches Unternehmen Veranstalter ist. Beim Zuwasserlassen ist eine Vermischung von Personengruppen auszuschließen.

Ab dem 17.5. gelten für das Zuwasserlassen die allgemeinen Regeln, d.h. der verantwortliche Veranstalter erstellt ein Hygienekonzept.

 

Sonderregeln für die Sportausübung auf Sportbooten

Segeln oder Motorbootfahren gilt als Ausübung des Sports. Daher gelten hier die Regeln über die Sportausübung. Bis 16.5. darf Sport nur mit den Angehörigen des eigenen Haushaltes oder zu zweit ausgeübt werden.

Ab dem 17.5. dürfen unter freiem Himmel bis zu 10 Personen an Bord sein. Unter Deck dürfen sich nur ein Haushalt, oder ein Haushalt zuzüglich einer weiteren Person oder insgesamt 5 Personen aus zwei Haushalten aufhalten. Nur dieser Personenkreis darf an Bord übernachten

 

Gibt es Sonderregelungen für den Sportbootbetrieb in Regionen für Modellprojekte?

Modellprojekte Tourismus werden auf Antrag eines Projektpartners eingerichtet. Bitte informieren Sie sich bei diesem über jeweilige abweichende Regelungen und die besonderen Bestimmungen. Falls keine Abweichung erlaubt ist, gelten die allgemeinen Regelungen.

 

Sind gemeinsame Veranstaltungen, wie etwa Regatten, auf dem Wasser erlaubt?

Ab dem 17.5. sind Regatten unter den Voraussetzungen des § 11 Absatz 5 der Coronaverordnung gestattet. Es sind dann u.a. nur maximal 10 Personen an Bord  erlaubt, die auch getestet sein müssen. Die Gesamtzahl der Teilnehmer ist auf 100 Personen begrenzt. Unter Deck dürfen sich nur ein Haushalt, oder ein Haushalt zuzüglich einer weiteren Person oder insgesamt 5 Personen aus zwei Haushalten aufhalten.

 

Dürfen Traditionsschiffe wieder Tagestörns durchführen? Welche Einschränkungen gelten hierbei?

Soweit Traditionsschiffe Tagestörns anbieten, gelten für sie die Vorschriften für die Ausflugsschifffahrt, d.h. es ist ein Hygienekonzept zu erstellen, die Kontaktdaten sind zu erheben und unter Deck sind Masken zu tragen. Die Teilnehmer müssen sich vorher in einem Testzentrum testen lassen und ein negatives Testergebnis vorlegen.

 

Dürfen Traditionsschiffe wieder Mehr-Tagestörns mit Übernachtungen durchführen?

Mehrtägige Törns unterfallen den Regelungen über Veranstaltungen, insbesondere § 5a der Coronaschutzverordnung. Danach sind Veranstaltungen mit Gruppenaktivität innerhalb geschlossener Räume unzulässig.

Übernachtungen an Bord sind grundsätzlich durch die Regelungen über zulässige Zusammenkünfte zu privaten Zwecken geregelt. Unter Deck dürfen sich maximal 5 Personen aus zwei Haushalten (oder ein Haushalt unabhängig von der Personenzahl, oder ein Haushalt plus eine weitere Person) aufhalten. In diesem Fall müssen die Kabinen bei mehrtägigen Segeltörns nach Haushalten getrennt vergeben werden.
 
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