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Ersatzverkündung (§ 60 Abs. 3 Satz 1 LVwG) der Landesverordnung zur Neufassung der Corona-Bekämpfungsverordnung

Verkündet am 16. Mai 2020, in Kraft ab 18. Mai 2020

 

FAQs zu den Sportboothäfen

Welche Regeln gelten für Sportboothäfen?

 

Darf man in Sportboothäfen übernachten?

Es darf auf Sportbooten unter Beachtung der allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden. Das heißt zu zweit oder mit den Mitgliedern der Hausgemeinschaft und mit einer weiteren Person.  Zulässig sind auch Übernachtungen zweier Hausgemeinschaften. Dies gilt auch nur dann, wenn die Sportboote über geeignete sanitäre Anlagen verfügen.

 

Dürfen (Gast)-Yachten schleswig-holsteinische Sportboothäfen anlaufen?

Ja. Ausnahmen können die Kommunen für touristische Hotspots erlassen, beispielsweise Sportboothäfen auf den Inseln und Halligen.

 

Gibt es Wasser und Strom an den Stegen?

Ja. Dies ist möglich.

 

Sind in den Yachthäfen sanitäre Anlagen offen?

Nein. Sanitäre Anlagen sind zwangsläufig mit engeren Kontakten der Menschen verbunden und sind daher geschlossen. Allerdings können die Toiletten geöffnet werden – eine regelmäßige Reinigung versteht sich von selbst.

 

Dürfen Bootsarbeiten von Eignern auf ihren Schiffen durchgeführt werden?

Unter der Einhaltung der bestehenden Kontaktvermeidungsregeln sind Arbeiten an den Booten erlaubt. Dies gilt auch in den Häfen. Allerdings kann der Hafenbetreiber, falls die Kontaktvermeidungsregeln nicht eingehalten werden können, zum Beispiel aufgrund schmaler Stege, den Zugang beschränken oder verbieten.

 

Dürfen gemeinsame Bootsarbeiten durchgeführt werden?

Ja, wenn es dabei nicht zu Ansammlungen kommt und die allgemeinen Kontakt- und Hygieneregeln eingehalten werden.

 

Dürfen Schiffe oder Masten gekrant oder geslippt werden?

Ja. Dies ist möglich. Allerdings müssen die Kontaktvermeidungsregeln eingehalten werden. Dies gilt auch für von Vereinen organisierte Aktionen.

 

Dürfen Firmen innerhalb von Sportboothäfen arbeiten?

Ja. Gewerbliche Arbeiten sind gestattet. Hierbei sind natürlich von den Unternehmen die entsprechenden Hygienevorschriften einzuhalten. Insbesondere sind Kontakte zwischen den beruflich tätigen Menschen und den Gewerbetreibenden zu vermeiden, das heißt, gemeinsame Arbeiten sind unzulässig.

 

Können oder müssen Winterlagerbetriebe/Werften den Zugang für Nichtmitarbeiter beschränken?

Ja. Bei gewerblichen Tätigkeiten sind die Gewerbetreibenden verpflichtet, den Kundenkontakt zu beschränken. Daher können, auch aufgrund der örtlichen Gegebenheiten, Zugangsrechte beschränkt oder aufgehoben werden.

 

Können die örtlichen Gesundheitsbehörden die Vorschriften über Sportboothäfen verschärfen?

Die örtlichen Gesundheitsbehörden können weitergehende Anordnungen erlassen, die über die Landesverordnung hinausgehen.

 

Darf von Booten aus gefischt werden oder dürfen Hobbyfischer noch aus Häfen auslaufen, weil Fischen erlaubt ist?

Ja.

 

Dürfen Sportbootfahrer aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein einreisen?

Ja. Ausnahmen können die Sportboothäfen, insbes. auf den Inseln und Halligen anordnen.

 

Dürfen Sportbootfahrer aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein und auf ihren Sportbooten übernachten?

Es darf auf Sportbooten unter Beachtung der allgemeinen Kontaktvermeidungsregeln übernachtet werden. Das heißt: allein, zu zweit oder mit den Mitgliedern maximal zweier Hausgemeinschaften. Dies gilt nur dann, wenn die Sportboote über geeignete sanitäre Anlagen verfügen. Ausnahmen können die Kommunen für touristische Hotspots, beispielsweise auf den Inseln und Halligen, erlassen.

 

Dürfen Sportboote wieder an Privatpersonen vermietet werden?

Ja. Dies ist möglich, wenn die Kontaktvermeidungsregeln eingehalten werden. Auf Sportbooten können die generellen Abstandsgebote nicht eingehalten werden, daher gilt hier die Regel, dass entweder nur zwei Personencrews oder Crews, die aus der Hausgemeinschaft mit zusätzlich einer anderen Person oder einer anderen Hausgemeinschaft bestehen, erlaubt sind. Die Vermieter haben dabei sicher zu stellen, dass die Kontaktvermeidungsregeln auch bei der Anmietung/Abgabe des Sportbootes eingehalten werden.

 

Wie sieht es mit Vermietungen zu kommerziellen Zwecken oder Veranstaltungen auf Booten und Schiffen, z. B. für Ausbildungs- oder Prüfungsfahrten, aus?

Für diese Fahrten gelten die Regelungen für Veranstaltungen, Sport, Bildungseinrichtungen und ggf. Beherbergungsbetriebe in der Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Schleswig-Holstein. Die Unternehmen müssen u. a. ein Hygienekonzept erarbeiten, das die Kontaktbeschränkungsregeln (1,5 m Abstand) berücksichtigt. Gemeinschaftseinrichtungen wie Sammelumkleiden und sanitäre Einrichtungen mit Ausnahme von Toiletten sind zu schließen. Einzelheiten finden sich in den §§ 3, 4, 5, 11, 12, und 17 der Corona-Verordnungen. Empfohlen wird, diese Fahrten zur Gewährleistung der Hygiene zeitlich kurz zu halten und möglichst auf Übernachtungen an Bord zu verzichten.
 
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